Diverse Texte

Warum ich Laizist bin

Ralf Michalowsky
Jahrgang 1950, verheiratet, zwei Söhne, Beruf: Dipl.-Ökonom (soz.-wiss.)
Sohn aus der „Mischehe“ einer pflichterfüllten katholischen Mutter und eines an Religion nicht interessierten evangelischen Vaters. 😉

Ja, ich war Messdiener, weil meine Mutter es so nett fand. Zweimal habe ich „gedient“, dann war Schluß damit. An meinem 21. Geburtstag bin ich aus der kath. Kirche ausgetreten. Ich wollte das beim Pastor machen, doch der schickte mich zum Gericht. Mein erster erfolgreicher Kontakt mit einem Gericht fand dann am selben Tag statt.

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Aufklärung! Das war immer schon ein hässliches Wort.
Kirchliche Sonderrechte sofort abschaffen!

10. November 2017 von Ralf Michalowsky

Sexueller Missbrauch im kirchlichen Umfeld ist besonders perfide, weil gläubige Eltern Diakonen, Priestern und Schwestern einen Vertrauensvorschuss geben. Das ist auch heute noch so, obwohl das Thema „Missbrauch im kirchlichen Umfeld“ seit mehr als 10 Jahren sein Schattendasein verloren hat.

Das Bistum Essen hat nun durch Juristen 1.549 Personalakten prüfen lassen; Verdachtsmomente waren „unbegründete Stellenwechsel, plötzliche Beurlaubung und verordnete Aufenthalte in einem Kloster“, so teilt es das Bistum mit. In 17 Fällen, die mehr als 20 Jahre zurück liegen, gäbe es Anfangsverdächte. Nur zwei der 17 Täter seien bereits straf- und kirchenrechtlich verurteilt worden.

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DIE LINKE verbiegt sich gerade

11. Juni 2017 von Ralf Michalowsky

Wenn es um „Religion – Ja oder Nein“ gegangen wäre, dann könnte man dem Abstimmungsergebnis etwas abgewinnen, aber die Rückholung des Beschlusses auf dem Bundesparteitag, der die Kündigung der Staatsleistungen an Kirchen zum Inhalt hatte und die erneute Abstimmung mit gegenteiligem Ergebnis, zerstört den bisherigen Konsens zur Trennung von Kirche und Staat. Aber dahinter steckt etwas anderes!

Es gibt Kräfte innerhalb der LINKEN, die wollen den nichtchristlichen und nichtjüdischen Glaubensgemenschaften die gleichen Rechte einräumen wie den Kirchen. Jedenfalls so lange, wie die Kirchen ihrer Meinung nach bevorzugt werden. Wer sich dagegen wendet, wird schnell als Rassist bezeichnet.

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Die Leute halten uns für systemimmanent und so ganz unrecht haben sie nicht – Im Gespräch mit Ralf Michalowsky

28. März 2016 – von Ralf Michalowsky, Landessprecher der Linkspartei in Nordrheinwestfalen

Die vergangenen Landtagswahlen waren für die Linke eine Niederlage, in der Partei wird nun darüber diskutiert, welche Konsequenzen daraus gezogen werden sollten und wie die AfD gestoppt werden kann. Ralf Michalowksy, Landessprecher der Linken NRW, fordert im Interview eine ganz klare Abkehr vom Anpassungskurs und eine deutlich stärkere Systemkritik!

Frage: Sie sind Landessprecher der Linkspartei im bevölkerungsreichsten Bundesland. In Meinungsumfragen wird Ihre Partei aktuell bei 7 Prozent gehandelt. Wie sollte DIE LINKE bis zur NRW-Landtagswahl am 14. Mai 2017 agieren, um diesen Wert zu halten?

Ralf Michalowsky: Ich werde mich an den Obergrenzendiskussionen in bezug auf die Flüchtlingspolitik nicht beteiligen. Für mich ist klar, dass wir weiterhin für Humanität und offene Grenzen stehen. Punkt!

Statt dessen sollten wir uns mal anschauen wo wir selbst stehen und was mit uns passiert ist.

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Ist die Konsensorientierung der neue Ablaßhandel?

26. Jan 2017 von Ralf Michalowsky

Der HVD – Humanistischer Verband Deutschlands, hat vor einiger Zeit das Projekt „Gläserne Wände – Bericht zur Benachteiligung nichtreligiöser Menschen in Deutschland“ vorgestellt. Mit 33 Forderungen will der HVD auf die Benachteiligung nichtreligiöser Menschen aufmerksam machen und fordert wichtige Veränderungen ein.

Zunächst erscheinen alle Forderungen sinnvoll – zumindest auf den ersten Blick. Wären da nicht Forderungen eingeschoben, die so konsensorientiert sind, dass es geradezu ins Auge springt, dass da eine Bewegung an die Tröge will.

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Keine staatlich finanzierte Militärseelsorge!
11. Apr 2013 von Ralf Michalowsky

Drei laizistische Landesarbeitsgemeinschaften der LINKEN – aus NRW, Bayern und Thüringen – wollen Forderungen ins Bundestagswahlprogramm geschrieben haben, die zu einer stärkeren Trennung von Kirche und Staat führen sollen. Eine dieser Forderungen ist die Streichung staatlicher Mittel für die religiöse Seelsorge beim Militär, der Polizei und in Justizvollzugsanstalten.

Der Landessprecher der LAG Laizismus NRW, Ralf Michalowsky, sagte dazu: „Der Staat finanziert aus allgemeinen Steuergeldern seelsorgerischen Tätigkeiten der Religionsgemeinschaften. Besonders perfide ist dabei, dass im militärischen Bereich ‚Seelsorger’ auf allen Seiten der Konfliktparteien tätig sind und ‚ihren’ Soldaten glauben machen, sie täten das Richtige und das mit göttlichem Segen. Ohne diesen wäre die Bereitschaft zu töten oder sich töten zu lassen deutlich geringer. Die religiöse Seelsorge verhilft Staaten überhaupt erst zu willfährigen Soldaten, ist somit staatstragend und erhöht die Gefahr von bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Erfahrungen aus zwei Weltkriegen haben gezeigt, dass seelsorgerische Betreuung kriegsunterstützend wirkt.“

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