Radschnellweg Ruhr bald mit Lastenradspur

01. April 2018  aus Gladbeck
Das Foto zeigt den Prototyp (ProCargo-CT1_System-Unit-5-1) eines Elektro-Lastenrades für Gefahrguttransporte.

Das Foto zeigt den Prototyp (ProCargo-CT1_System-Unit-5-1) eines Elektro-Lastenrades für Gefahrguttransporte.

Der RVR gibt „Kette“! Der 101 km lange Radschnellweg, auch Radautobahn genannt, der von Hamm bis Duisburg führen wird, soll beim weiteren Ausbau eine Extra-Spur für Lastenräder erhalten. Neue Bauabschnitte erhalten die Spur ab sofort, bestehende werden zügig nachgerüstet.

Der Regionalverband will künftig nicht nur Berufspendler und Touristen auf die Fahrradautobahn locken, sondern auch Lastentransporte. „Die überfüllten Autobahnen müssen auch beim Lastenverkehr entlasten werden“, heißt es in einer Mitteilung des RVR. Fachleute des RVR versprechen sich eine deutliche Reduzierung des LKW-Verkehrs auf den Ost-West-Achsen des Reviers, analog dem PKW-Verkehr.

Der RVR sieht das neue Projekt ganzheitlich und hat mit Herstellern von Lastenrädern intensive Gespräche geführt. Neben offenen und geschlossenen Ladeflächen, soll es künftig Räder mit Kühleinrichtungen, Tanks und Aufbauten für Gefahrguttransporte geben.

Kaum wurde das Projekt bekannt gemacht, kamen schon Anfragen aus aller Welt. Indische und chinesische Behörden haben Interesse bekundet und der größte Fahrradhersteller der Welt, „Giant“ aus Taiwan, der auch in den Niederlanden produziert, will seine Lastenradsparte deutlich ausbauen.


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