Aufklärung! Das war immer schon ein hässliches Wort.

10. November 2017  aus Gladbeck

Kirchliche Sonderrechte sofort abschaffen!

Sexueller Missbrauch im kirchlichen Umfeld ist besonders perfide, weil gläubige Eltern Diakonen, Priestern und Schwestern einen Vertrauensvorschuss geben. Das ist auch heute noch so, obwohl das Thema „Missbrauch im kirchlichen Umfeld“ seit mehr als 10 Jahren sein Schattendasein verloren hat.

Das Bistum Essen hat nun durch Juristen 1.549 Personalakten prüfen lassen; Verdachtsmomente waren „unbegründete Stellenwechsel, plötzliche Beurlaubung und verordnete Aufenthalte in einem Kloster“, so teilt es das Bistum mit. In 17 Fällen, die mehr als 20 Jahre zurück liegen, gäbe es Anfangsverdächte. Nur zwei der 17 Täter seien bereits straf- und kirchenrechtlich verurteilt worden.

Das konnte nur passieren, weil unser Staat den Kirchen Sonderrechte einräumt. Es wird stillschweigend akzeptiert, dass die Kirche „das schon selbst regelt“, denn Priester wegen sexueller Straftaten vor Gericht erschweren es gegenüber der Öffentlichkeit, staatliche Milliardenzahlungen an die Kirchen zu rechtfertigen.

2016 habe es 24 Meldungen von Missbrauchsfällen im Bistum Essen gegeben. Es ging um Priester, Ordensfrauen und ehrenamtliche Mitarbeiter. Derzeit sei, so die Missbrauchsbeauftragte des Bistums, „kein Fall vor einem Strafgericht anhängig“.

Solche Zustände gibt es nur, weil kirchliche Sonderrechte toleriert werden. Das geht nicht so weiter!
Die Kirchen müssen gezwungen werden, jeden Fall der staatlichen Justiz anzuzeigen!
Geschieht das nicht, muss wegen Strafvereitelung ermittelt werden, auch wenn Bischöfe zu den Tätern zählen.

Vielleicht kommt man dann irgendwann dazu, die Machenschaften eines Chefs der Glaubenskongregation zu untersuchen. Von 1981 bis zum Tod von Johannes Paul II. 2005, wurde die Kongregation durch Joseph Kardinal Ratzinger geleitet. Diese katholischen Sittenwächter haben zwar durch die Römische Inquisition Giordano Bruno (1600) und Galileo Galilei (1633) verurteilt, doch über Jahrhunderte – bis heute – die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche unter den Tisch gekehrt. Bekanntes Beispiel ist der Fall des Georg Ratzinger und der Regensburger Domspatzen. Georg Ratzinger ist der Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI und der war 24 Jahre lang als Chef der Glaubenskongregation für die systematische Vertuschung sexuellen Missbrauchs in der kath. Kirche verantwortlich.


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