DIE LINKE in Gladbeck begrüßt Studie zum RSMR

10. Juni 2017  aus Gladbeck

4. Juni 2017

Radschnellweg nach Essen könnte aber weitere Verbesserungen für den Radverkehr bringen

Die Ratsfraktion DIE LINKE. Gladbeck begrüßt die Studie für den Radschnellweg RSMR von Gladbeck über Bottrop nach Essen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Radweg auch zur Entlastung der B 224 Sinn macht und schlägt eine Streckenführung vor. Dabei ist die Trassenführung in den Abschnitten von Essen nach Bottrop und in Gladbeck selbst ausgesprochen gut gelöst. Der Radschnellweg führt dort getrennt von anderen Verkehrswegen über alte Bahndämme oder entlang von Wasserläufen, so dass der Anspruch einer kreuzungsfreien Trassenführung in ausreichender Breite voll erfüllt wird.

So könnte der Radschnellweg auf der gesamten Länge gebaut werden. Auf Bottroper Gebiet verläuft er leider direkt neben der Gladbecker Straße, einer Hauptverkehrsader für Autos und LKW.

Die Trassenführung in Bottrop wirf aber Fragen auf. Gerade an der Gladbecker Straße wird es zu Nutzungskonflikten kommen, gar nicht so sehr, weil Parkstreifen wegfallen müssten, sondern weil das hohe Verkehrsaufkommen durch LKW, PKW und Busse sowie die teilweise hohe Fußgängerfrequenz keinen kreuzungsfreien Radweg zulässt. Durch diese vorgeschlagene Trassenführung wird es kaum, oder nur umwegig möglich sein die südlichen Gladbecker Stadtteile Brauck und Butendorf an den RSMR anzubinden. Dabei war dieser Radweg im Groschek-Paket als Kompensation für die Nachteile der A 52 angedacht. Gerade der Gladbecker Süden, der am meisten unter den negativen Auswirkungen des Autobahnbaus und dem Wegfall des Radweges entlang der B 224 leidet wird durch die vorgestellte Trassenführung vom neuen Radschnellweg abgekoppelt. Aus Bottroper Sicht stellt sich das Ganze natürlich anders dar. Bottrop bekommt eine sehr gute Radwegeverbindung nach Essen und nebenbei wird auch die Gladbecker Straße komplett erneuert.

Die absehbaren Nutzerkonflikte und Leistungseinschränkungen in der vorgestellten Trassenführung könnten die neue schwarz-gelben Koalitionspartner im Land NRW dazu verleiten die Planung und Realisierung des RSMR in unserer Region zu blockieren. Der RSMR könnte damit zur Nagelprobe über die Werthaltigkeit der Groschek-Versprechen werden.


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